Amerika, der Klimaschutz & der Burger

Amerika liegt im CCPI (Climate Change Performance Index) von 2021 abgeschlagen auf dem letzten Platz und hinkt in Sachen Klimaschutz weit hinterher. Im aktuellen CCPI von 2022 haben sie einige Plätze aufgeholte und sind nun auf Platz 55 von 64 Plätzen.[1] Wie kann es sein, dass das eins der größten Länder der Welt so wenig für den Klimaschutz tut? Was hingegen läuft bereits gut bei Ihnen und könnte Vorbild für Deutschland sein? Außerdem habe ich typisch amerikanische Gerichte für Euch veganisiert. Seid gespannt!

Deswegen müssen wir darüber sprechen

Die Klimakrise ist eine globale Herausforderung. Deutschland hat sich als einer von 195 Staaten dem Pariser Klimaabkommen und somit der Einhaltung der dort verankerten Ziele verpflichtet. Eines der Ziele ist es, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Um dies zu schaffen, müssen die weltweiten CO bis 2030 um mindestens 35 % sinken (gegenüber dem Stand von 2010). Bis 2050 muss die Netto-Null erreicht sein. Das heißt, dass alle menschlichen Emissionen, die sich nicht einsparen lassen, auszugleichen sind.[2]

Aber selbst wenn WIR die Ziele einhalten, halten viele Menschen dagegen, dass wir nur ein kleines Zahnrad im großen Ganzen sind. Deshalb die Frage: Wie sieht es in anderen Ländern aus? Wie ist der Status quo? Um vergleichen zu können, müssen wir wissen, wo Deutschland steht. Das kannst Du hier nachlesen.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Vereinigten Staaten von Amerika (englisch: United States of America; USA) sind eine demokratische, föderal aufgebaute Republik in Nordamerika. Sie besteht aus 50 Bundesstaaten, der Hauptstadt Washington, D.C., die einen eigenen Bundesdistrikt darstellt, sowie aus fünf größeren unionsabhängigen Territorien und neun Inselterritorien.

Amerika ist sowohl flächenmäßig als auch nach der Einwohnerzahl, der drittgrößte Staat der Erde. Ihre Ausdehnung von 9,83 Millionen Quadratkilometern wird nur von Russland und Kanada und ihre Bevölkerung von 331,4 Millionen Einwohnern nur von China und Indien übertroffen.

Die Vereinigten Staaten sind ein industrialisierter Staat und ihre Wirtschaft ist die größte Volkswirtschaft der Welt mit einem Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 23,0 Billionen US-Dollar im Jahr 2021, was 24 % der nominellen bzw. 16 % der kaufkraftbereinigten globalen Wirtschaftsleistung entsprach.[3]

Das Land weist geografisch und klimatisch eine sehr hohe Diversität mit einer großen Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten auf.

Wie wird der Klimawandel die Vereinigten Staaten treffen?

Es wird prognostiziert, dass Miami versinken wird. Schon 2060, sagen die Expert:innen, werde die Stadt am Atlantik kaum noch bewohnbar sein, bis 2100 wird der Meeresspiegel laut der National Oceanic and Atmospheric Administration bis zu zwei Meter ansteigen. Jahrelang wurden die Fakten rund um den Klimawandel einfach ignoriert. Das ging so weit, dass es in der Verwaltung des Gliedstaats Florida ein offizielles Verbot gab, das Wort «Klimawandel» zu verwenden. Noch heute reagieren viele Leute in Miami aggressiv, wenn sie den Ausdruck hören.[4]

In den USA werden die Folgen des Klimawandels immer sichtbarer. Teile des Landes sind bereits heute von extremer Hitze und Dürre betroffen. Laut einem Bericht könnte in 30 Jahren ein ganzer „Extremhitzegürtel“ entstehen. Er wird sich durch die Mitte des Landes erstreckt, vom nördlichen Texas und Louisiana nach Illinois, Indiana, bis nach Wisconsin. Mehr als 100 Millionen Menschen werden dort Temperaturen von über 50 Grad zu spüren bekommen.[5]

Was bisher geschah: Klimapolitik unter Donald Trump

In seiner Amtszeit hat Donald Trump rund 100 Klima- und Umweltregeln abgeschafft oder gelockert. Er hat den Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen herbeigeführt und gilt als Klimawandelleugner. Er schwärmt von Kohle, obwohl Kohle von allen fossilen Energieträgern den höchsten CO₂-Ausstoß hat.[6]

Was machen die USA gegen den Klimawandel?

Wiedereintritt Pariser Klimaabkommen unter Joe Biden

Die USA sind unmittelbar nach dem Amtseintritt von Joe Biden wieder in das Klimaabkommen von Paris eingetreten und haben ein umfangreiches Klimapaket auf den Weg gebracht.[7]

Klimaneutralität

Im April 2021 haben die USA zum internationalen Klimagipfel geladen und Umwelt- und Klimapolitik zur obersten Priorität erklärt. Im Zuge dessen hat die amerikanische Regierung auch ihre Treibhausgas-Reduktionsziele überarbeitet: Das Land will seine Emissionen bis 2030 im Vergleich zu 2005 um 50 Prozent reduzieren und bis 2050 Klimaneutralität erreichen.[8]

Klimaschutzpaket

Im November 2021 haben die USA ein Sozial- und Klimaschutzpaket mit der historischen Rekordsumme von knapp 1,75-2 Billionen Dollar verabschiedet. Vorgesehen sind unter anderem ein Ausbau der Kinderbetreuung, Altenpflege und gesetzlichen Krankenversicherung, Steuersenkungen für Familien sowie Milliarden Dollar für die Klimapolitik. [9]

Energiewende

In vielen Teilen des Landes werden Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer Energie gebaut oder geplant. Doch nicht alle sind überzeugt, dass der Bedarf allein durch Wind und Sonne gedeckt werden kann. Während immer mehr US-Staaten die Abkehr von Kohle, Öl und Gas forcieren, rückt daher auch jenseits des Atlantiks die Kernkraft wieder in den Fokus.

Nur etwa ein Drittel der US-Staaten hat laut eigenen Angaben vor, beim Erreichen von Klimaschutzzielen NICHT auf Nuklearenergie zu setzen. Dies könnte bedeuten, dass der Bau von Atomkraftwerken in den USA bald zum ersten Mal seit 30 Jahren wieder zunehmen wird. Derzeit liefern Atomkraftwerke etwa 20 Prozent der Elektrizität in den USA, und damit etwa. die Hälfte der Energie, bei deren Gewinnung keine CO₂-Emissionen verursacht werden.[10]

Vorbild Kalifornien: Kalifornien will Atomausstieg bis 2025

Kalifornien will sein letztes Kernkraftwerk ‚Diablo Canyon‘ im Jahr 2025 stilllegen. Bis 2045 soll der Staat mit fast 40 Millionen Einwohnern komplett mit Energie aus erneuerbaren Quellen versorgt werden.[11]

Vorbild Regierung:

In den USA ist die Regierung der größte Arbeitgeber, Grundstückseigner und Energieverbraucher. Präsident Biden hat konkrete Vorgaben und Fristen gesetzt, um beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voranzugehen:

  • Biden unterzeichnete in Washington eine Verfügung, wonach Regierungsstellen unter anderem bis 2035 nur noch elektrische Fahrzeuge für ihre Flotte anschaffen sollen.
  • Der CO₂-Ausstoß in bundeseigenen Gebäuden bis 2032 um die Hälfte verringert werden und bis 2045 bei netto null ankommen. Behörden- und Regierungsgebäude sollen bis 2030 mit 100 Prozent CO₂-freiem Strom betrieben werden.
  • Die Anordnung umfasst 300.000 Gebäude, 600.000 Pkw und Lkw und einen jährlichen Beschaffungsplan für Güter und Dienstleistungen in Höhe von 650 Milliarden Dollar. Die Regierung legt mit diesem Plan das Fundament für amerikanische Unternehmen, im globalen Wettbewerb in der „Saubere-Energien-Ökonomie“ zu gewinnen und im eigenen Land gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen.[12]

Und JETZT: ran an den Burger!

Was ist das Nationalgericht der USA? Ich musste als Erstes an Burger und Softdrink denken. Und ihr?

Ecosia hat meinen Gedanken bestätigt. Außerdem tauchte dort das Gericht „Mac’n’cheese“ auf. Nudeln in Käsesauce.

Ich habe beide Gerichte für Euch veganisiert und dadurch gleichzeitig etwas gesünder und nährstoffreicher gestaltet. Viel Spaß beim Nachkochen!


Quellenangaben

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2 Antworten

  1. Kolski Dörte sagt:

    Hallo Stefanie, ich kann nur das Mac’n Cheese Rezept öffnen, nicht das Burger Rezept. Kannst du das noch ändern oder mir einen Tip geben? Danke für den guten Beitrag,ich lese eure Sachen immer gern.
    LG
    Dörte

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