Sojaschnetzel und unser Gyros-Rezept

Seitdem wir und auf diesem Blog über das Thema Fleisch und dessen Co2-Fußabdruck unterhalten haben, wissen wir also, dass Fleisch leider eine schlechte Klimabilanz hat. Aber wie ersetzt man es auf Dauer auf eine klimafreundliche Art und Weise, ohne das Langeweile aufkommt? Aus diesem Grund stellen wir euch heute Sojaschnetzel vor. Sie sind ein klimafreundlicher Fleischersatz, der vielseitig einsetzbar ist. Du erfährst, wie sie hergestellt werden und wie man sie zubereitet.

Was sind Sojaschnetzel?

Sojaschnetzel (auch Sojafleisch genannt) besteht aus geschälten und gemahlenen Sojabohnen. Aus diesem nun entstandenen Mehl wird das Fett (bis auf etwa 5%) herausgepresst. Anschließend wird das Mehl mithilfe eines Extruders in Form gebracht. Die üblichsten Formen sind:

  • Granulat (als Hackfleisch-Ersatz für Bolognese, Burgerpatties oder für Füllungen)
  • Würfel (für Gulasch)
  • Schnetzel (für Gyros, Geschnetzeltes, Pfannengerichte)
  • Medaillons (für Steaks oder kleine Schnitzel)
  • XXL-Steaks (zum Grillen oder für Rouladen)

Falls du dich fragst, woher die Sojabohnen kommen, dann lies noch einmal schnell unseren Beitrag über Tofu.

Inhaltsstoffe

Das Sojafleisch ist sehr eiweißreich und enthält wichtige B-Vitamine und einige Mineralstoffe, wie Calcium, Magnesium, Eisen, Zink und Kalium. Durch das Herstellungsverfahren sind Sojaschnetzel automatisch fettarm. Ein hoher Ballaststoffanteil sorgt für ein langes Sättigungsgefühl.

Zubereitung

Um die getrockneten Sojaschnetzel verarbeiten zu können, muss man sie vor der Verwendung einweichen. Dazu nimmt man ungefähr die dreifache Menge an Flüssigkeit, d.h. um 250 g Schnetzel einzuweichen, brauchst du mindestens 0,75 Liter kochendes Wasser oder Gemüsebrühe. Die Schnetzel werden mit der kochenden Flüssigkeit übergossen und müssen dann 10 Minuten ausquellen. Ab und zu umrühren, damit alle Schnetzel gleichmäßig mit Flüssigkeit bedeckt sind.

Anschließend in ein Sieb gießen und abtropfen lassen. Die Gemüsebrühe kann man auffangen und später weiterverwenden, wenn man möchte.

Sobald die Sojaschnetzel etwas abgekühlt sind, drückt man die Flüssigkeit mit der Hand oder einem Löffel grob heraus und verwendet sie nach Vorgaben des Rezeptes weiter.

Hier noch einige weitere Tipps:

  • Die Schnetzel sind von Natur eher geschmacksneutral, darum ist es wichtig, sie gut zu würzen.
  • Die Sojaschnetzel sind im gut sortierten Supermarkt, Reformhaus, Bio-Laden oder online erhältlich.
  • Bei Bio-Ware kann man sicher sein, dass keine Gentechnik oder synthetischen Pestizide eingesetzt wurden. Außerdem gibt es auch Sojaschnetzeln aus regionalem Anbau, bei denen die Sojabohnen aus Deutschland (der Österreich) stammen. Achte auf die Packungsaufschrift.

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Zutaten für unser Rezept

Gyros mit Zaziki, Kartoffel-Wedges und Bohnen-Salat

Zutaten

Gyros:

  • 150 g Sojaschnetzel, Trockenprodukt
  • 2 EL Maisstärke
  • ½ EL Hefeflocken
  • 1 EL Gyrosgewürz oder Grillgewürz
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Paprika, edelsüß
  • Pfeffer
  • 100 ml Wasser
  • ½ Zwiebel
  • Zum Anbraten: 2 EL Rapsöl

Zaziki:

  • ½ Salatgurke
  • 400 g Alpro Skyr, ungesüßt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Rapsöl
  • Salz
  • Pfeffer

Kartoffel-Wedges:

  • Etwa 6-8 mittelgroße Kartoffeln
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Salz
  • etwas Pfeffer
  • ½ TL Paprika, edelsüß
  • ½ TL Thymian, getrocknet

Bohnen-Salat

  • 500 g Buschbohnen
  • ½ Zwiebel
  • ½ TL Salz
  • 2 EL Weißweinessig
  • 1 EL Rapsöl
  • Pfeffer

Zubereitung

Gyros:

  1. Die Sojaschnetzel mit ca. 2 Litern kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Gelegentlich umrühren. Anschließend in ein Sieb gießen und gut abtropfen lassen. Wenn die Schnetzel abgekühlt sind, mit der Hand das Wasser grob ausdrücken und auf einem Trockentuch etwas trocknen lassen.
  2. Die Maisstärke mit den Gewürzen und dem Wasser zu einer Marinade verrühren und die Schnetzel dazugeben. Mit der Hand gut vermengen. Die Schnetzel etwa 10 Minuten ruhen lassen.
  3. In der Zwischenzeit die Zwiebel in Ringe schneiden.
  4. Eine Pfanne erhitzen und die Schnetzel in Rapsöl anbraten. Wenn sie gut gebräunt sind, die Zwiebel dazugeben und mit rösten.
  5. Die Schnetzel sollten goldbraun und knusprig sein.

Zubereitung Zaziki:

  1. Die Salatgurke grob reiben und auf ein Trockentuch geben. Nun das Wasser grob ausdrücken.
  2. Den Skyr in eine Schüssel geben.
  3. Den Knoblauch pressen und mit den anderen Zutaten (inkl. Gurkenraspeln) zum Skyr geben und gut verrühren.
  4. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Kalt stellen.

Zubereitung Kartoffel-Wedges:

  1. Den Backofen auf 200° Ober- und Unterhitze vorheizen.
  2. Die Kartoffeln gründlich waschen und abbürsten, anschließend in ca. 1,5 dicke Spalten schneiden.
  3. Die Spalten in einer Schüssel mit Olivenöl, Salz, Paprikapulver, Pfeffer und Thymian vermischen.
  4. Die Kartoffel-Wedges auf ein Backblech geben und etwa 30 Minuten bei 200°C garen. Sie sollten goldbraun sein.

Zubereitung Bohnen-Salat:

  1. Die Bohnen waschen und die Stiele abschneiden. Je nach Länge halbieren.
  2. Die Zwiebel fein würfeln.
  3. Nun in einem ausreichend großen Topf Salzwasser aufkochen und die Bohnen bissfest garen (etwa 7 Minuten). Dann in ein Sieb gießen und mit kaltem Wasser abspülen, bis sie komplett abgekühlt sind.
  4. Nun alle Zutaten in eine Schüssel geben und miteinander vermengen. Mit Salz abschmecken.

Anmerkungen: Das Rezept ist für das Mittagessen einer vierköpfigen Familie ausgelegt. Bei Bedarf kann es problemlos halbiert werden.

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!


Quellenangaben

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