In 3 Schritten zu einem politischen Engagement für mehr Klimaschutz

In diesem Monat geht es in unserer Klimachallenge darum, politisch aktiv zu werden. Warum das  im Allgemeinen und gerade in diesem Monat enorm wichtig ist, dass erfährst du in den kommenden Wochen auf diesem Blog.

Deswegen müssen wir darüber sprechen

Laut einer Studie des Bundesumweltministerium und des Umweltbundesamt aus dem Jahre 2020, stufen 65 % der befragten Personen Umwelt- und Klimaschutz als sehr wichtiges Thema ein. Sie sind zudem bei vielen Politikbereichen der Ansicht, dass Umwelt- und Klimaschutz dort eine größere Rolle spielen sollte. Insbesondere in den Bereichen Energiepolitik (mit 70 %), Landwirtschaftspolitik (59 %), Städtebaupolitik / Stadt- und Regionalplanung (57 %) sowie Verkehrspolitik (51 %) sollte Umwelt- und Klimaschutz eine übergeordnete Rolle spielen.[1]

Was hat Klimaschutz mit einem politischen Engagement zu tun?

Viele Mitstreiter:innen der For-Future Bewegung haben gemerkt, dass Druck von der Straße und Talkshow-Auftritte nicht zwangsläufig zu einer politischen Veränderung führen. Jakob Blasel, einer der Gründungsmitglieder von Friday for Future Deutschland, hat sich deshalb im Jahre 2020 entschieden, seine Verantwortlichkeit als Pressesprecher der FFF-Bewegung aufzugeben. Stattdessen kandidiert er nun über die Landesliste der Grünen in Schleswig-Holstein für den Bundestag.[2]

Seiner Meinung nach muss sich die Politik verändern. Und auch die Politiker:innen, die am nächsten an diesem Prozess dran sind und somit den größten Wirkungsgrad haben. Er sei sich darüber bewusst, dass es für die ältere Generation ein Kulturschock sei, jetzt über Tempolimit und Ernährungsumstellung zu debattieren. Aber:

„Das Durchschnittsalter der Bundestagsabgeordneten liegt derzeit bei über 49 Jahren – die werden von den Folgen des Klimawandels einfach nicht so krass betroffen sein wie wir Jüngeren.“

Jakob Blasel im Interview mit welt.de

Warum ist hier jede:r von uns gefragt?

Viele Menschen wünschen sich einen Wandel hin zu einer wesentlich nachhaltigeren Welt. Eine Demokratie bietet der Gesellschaft hierbei vielerlei Möglichkeiten, diesen Wunsch zu bestärken. Auf das auch unsere Politik diesen Wandel einläutet.

Eine Demokratie lebt vor allem von den Bürger:innen. Sie sind die Basis der Staatsgewalt.[3] In Wahlen und Bürgerentscheiden, durch gesellschaftliches und politisches Engagement und durch allgemeines Interesse legen wir als Gesellschaft  die Grundlagen für einen funktionierenden Staat.

Und JETZT?

Jetzt kannst du Schrittweise politisch aktiv werden:

  1. Geh wählen! Drücke deinem Wunsch nach mehr Klimaschutz mithilfe deiner Wahlstimme am 26.09.2021 aus.
  2. Werde Experte eines spannenden Themas. Lies dich in ein Themengebiet ein und werde Spezialist:in darin. Recherchiere, was z.B: der Grund für einige Baumfällaktionen in deinem Ort sind. Hinterfrage, warum der Rat deiner Stadt dem Auto weiterhin Vorrang gewährt, statt eine effektive Verkehrswende einzuleiten.
  3. Schaue dich nach Mitstreiter:innen um. Gemeinsam sind wir viele und das vor allem, wenn wir uns zusammentun. Erkundige dich, welche Vereine und Organisationen den Klimaschutz aktiv in deinem Ort vorantreiben und werde Teil davon. In einer Gemeinschaft lassen sich viele Dinge schneller entwickeln.

[1] https://www.umweltbundesamt.de/daten/private-haushalte-konsum/umweltbewusstsein-umweltverhalten/#stellenwert-des-umwelt-und-klimaschutzes

[2] https://www.welt.de/regionales/hamburg/article215711566/Jakob-Blasel-Wir-brauchen-mehr-radikale-Klimaaktivistinnen-im-Parlament.html

[3] https://www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-demokratie/

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