Die größten ökologischen Probleme mit Spielzeug unter dem Weihnachtsbaum und wie du sie lösen kannst

Es ist Weihnachtszeit. Viele Kinder schreiben ihre Wunschzettel. Wusstet ihr, dass die Deutschen mehr als drei Milliarden Euro jährlich für Spielzeug ausgeben und die Tendenz ist steigend. Damit produzieren wir eine Menge Müll – nicht nur wegen der Verpackungen, sondern auch die Herstellung, die umweltschädlich und oftmals ethisch problematisch ist.[1] 

Nachhaltige Geschenke

Den größten ökologischen Fußabdruck an Weihnachten, hinterlassen die Geschenke.[2] Fahrzeuge, Bauklötze, Kuscheltiere und Puppen: unter dem Weihnachtsbaum liegen viele Geschenke, die aber auch mit einer negativen Ökobilanz verbunden sind.[3] Nachhaltigkeit beim Thema Spielzeug ist für Verbraucher:innen tatsächlich schwierig, aber auch nicht ganz unmöglich!

Was bedeutet Nachhaltigkeit bei Spielzeug?

Ökologische Nachhaltigkeit im Bereich Spielzeug bedeutet im Allgemeinen:[4]

  • Verwendung von umweltfreundlichem Material (wie zum Beispiel Holz)
  • den Verzicht von schadstoffhaltigen Farben und Lacken
  • strenge Richtlinien mit Hinblick auf die Weiterverarbeitung
  • und eine umweltgerechte Entsorgung (cradle to cradle)

Wie kann ich nachhaltiges Spielzeug erkennen?

Fair und sauber hergestelltes Spielzeug ist leider Mangelware. Ein gesetzlich geregeltes Siegel für Nachhaltigkeit existiert bisher nicht.[5] 70-90 % der weltweit gehandelten Spielwaren werden in China und anderen südostasiatischen Niedriglohnländern und häufig unter problematischen Bedingungen produziert.[6] Mit den EU-Spielzeug-Richtlinien wurden zumindest einige Regelungen über die Sicherheit von Spielzeug geschaffen.[7] Folgende Kennzeichnungen geben erste Orientierung beim Kauf von Spielwaren:

EU-Kennzeichnungen für Spielwaren [8]

Trotz dieser Rechtsvorschriften für Spielzeug ergeben Produktprüfungen Beanstandungsquoten von bis zu 50 %. Die Umweltberatung ist der Meinung, dass es zu wenig Kontrollen gibt. Ein weiteres Problem ist der Import von No-Name Billigspielzeug aus Niedriglohnländern.[9]

Und Jetzt?


„Auch beim Thema Spielzeug sind wir alle miteinander verbunden und können einen Beitrag zur sozialen und ökologischen Verantwortung leisten!“

– Coesfeld for Future

Auch hier gibt es einiges Tipps, die einen klimafreundlichen Einkauf von Spielzeug machbar machen:

  • Verzichte auf Spielzeug aus Plastik: besonders Kunststoff aus PVC gilt als besonders gesundheitsschädlich und umweltbelastend.
  • Spielzeug ohne Angabe des Herstellers oder Händlers sollte vermieden werden.
  • Achte auf das Herstellerland „Made in Germany“. Damit können unnötige Transportwege eingespart werden, was entsprechend zu einer geringeren Ökobilanz führt. [12]
  • Als Kund:in hast du die Möglichkeit im Spielwarenhandel gezielt nach fair produzierten Produkten nachzufragen. Je mehr Nachfrage nach nachhaltig hergestelltem Spielzeug besteht, umso eher wird sich der Markt dementsprechend regulieren.[13]
  • Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, bei Online-Bestellungen möglichst auf einen Sitz in der EU zu achten. [14]

Gebraucht statt Neu

In unserem Beitrag zum Thema nachhaltiger Konsum haben wir bereits aufgezeigt, dass gebrauchte Gegenstände immer besser sind als Neue. Somit schau einfach mal auf Ebay Kleinanzeige, Vinted, Rebuy oder ähnlichen Anbietern vorbei.

Und sowieso: Viele Spielsachen haben sich schnell ausgespielt und liegen dann nur noch in der Ecke. Was wäre also, wenn man das unbeliebt gewordene Spielzeug noch vor Weihnachten aussortiert und das voll funktionsfähige Spielzeug dann dort abgibt, wo es gebraucht wird?

Anlaufstellen in Coesfeld sind:

Wenn neu – dann fair!

Durch fehlende Nachhaltigkeitszeichen ist es für Verbraucher:innen schwer umweltfreundlich produziertes Spielzeug zu erkennen. Aus dieser Problemstellung entwickelten sich einige Initiativen und Organisationen heraus. Die Fair Toys Organisation (FTO) setzt sich für sozial und ökologisches Spielzeug ein, in dem sie Transparenz bei unterschiedlichen Interessenverbänden schaffen und diese vernetzen.[10]

Ein renommiertes Gütesiegel ist „spiel gut“. Dieses Siegel steht für pädagogisch und ökologisch wertvolles Spielzeug.[11]


Unsere Quellenangaben:


Weitere Linktipps:

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